„Roca y Vino“ statt „Hielo y Infusiones“

Klettern San FelipeEigentlich hatte ich mich auf steiles Eis und abendlichen Kräutertee eingestellt, gekommen ist es anders. Die Alternative, Fels und Wein, hat auch was.

Am ersten Zeltmorgen am am Fuße des Volcán San José hat mir Carlos aus San Felipe Gesellschaft geleistet. Und wie es so ist unter Bergsteigern die sich in den Bergen treffen, haben wir von Bergen geredet. Und über Touren in den Bergen, über die jeweilige Vorlieben und Erfahrungen in den Bergen, und schlussendlich auch darüber, dass man ja zusammen mal in die Berge gehen könnte. Wir haben uns auf das Wochenende vor Weihnachten und die schönen Eisanstiege am Cerro Tolosa in Argentinien entschieden. Ich bin dann den Berg hinauf und Carlos ist den Berg hinunter.

Nach meiner Rückkehr vom Volcán San José ist es dann aber anders gekommen als geplant. Der argentinische Charly Gabl hat für das Wochenende Sturm und Schnee prophezeit und wir haben uns entschieden statt ins alpine Eis an die sportlichen Felsen zu gehen. Die zwei Tage in den perfekt eingerichteten Klettergärten rund um San Felipe und Los Andes haben sehr viel Lust auf mehr chilenischen Fels gemacht.

Doch eigentlich wollte ich ja noch nach Ecuador, um dort mit Chris in die Berge zu gehen. Die netten Menschen der internationalen Busgesellschaften am „Terminal Estación Central“ in Santiago haben mir dann aber erklärt, dass Südamerika schon ziemlich groß ist, und dass man ein paar Tage unterwegs ist, auch wenn man nur den halben Kontinent der Länge nach durchqueren will. Der Direktbus von Santiago nach Quito fährt fünf Tage lang duch Chile, Peru und den Süden Ecuadors.
Das Internet hat mir dann erzählt, dass ein Flugzeug, auch wenn es erst nach Panama will, nur einen halben Tag unterwegs ist und ungefähr gleichviel kostet. Ich habe auf den Boden geschaut, meinen ökologischen Fußabdruck wachsen gesehen und auf „Buchen“ geklickt.

Um den Schaden an der Umwelt nicht noch weiter zu vergrößern habe ich mir vorgenommen, bis zu meinem Abflug am 28. nicht mehr allzu viel zu reisen und mich von regionalen Produkten zu ernähren. So habe ich den Bus nach Valparaíso genommen, wo ich zwischen den Kletter- und Bouldereinheiten den Wein aus den hiesigen Anbaugebieten und das Fleisch von chilenischen Bio-Kühen genieße.

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